35 JAHRE RENT-A-GURU

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35 Jahre Networking

Vor 35 Jahren vernetzten wir unsere ersten UNIX-Systeme — eine PDP-11 unter Western Electric Unix V7 und kurze Zeit später eine CADMUS 9700 unter MUNIX (Münchens Unix, der ersten europäischen UNIX-Portierung durch die Firma PCS GmbH) — miteinander. Auf den Briefbögen des heise-Verlags stand damals noch eine TELEX-Nummer (falls sich jemand noch daran erinnert, was TELEX mal war) und der »Gilb« — wie die Deutsche Post damals in Kreisen der Datenreisenden genannt wurde — hatte noch immer nicht sein Spielzeug für Erwachsene, das BTX, erfunden.

Anfangs nutzten wir noch Akustikkoppler mit manuellem Verbindungsaufbau, die bald darauf durch Hayes-kompatible Modems mit automatisiertem Wählverfahren und eigener Software zur Ansteuerung ersetzt wurden. Mit Hilfe des Vereinsrechts konnte das Fernmelderecht bezüglich des Verbots von Hayes-kompatiblen Modems in Deutschland ausser Kraft gesetzt werden; es dämmerte die Zeit der Mailbox- und BBS-Systeme. So entstanden zahlreiche Vereine wie der AMDAT e.V. mit dem RMI-Netz, der FIDO e.V. mit seinem FIDOnet oder auch DECUS e.V., die User Community der traditionsreichen Firma Digital Equipment. Dank einer Ausnahmegenehmigung des damaligen FTZ konnten wir einige Zeit später Highspeed-Modems vom Typ TrailBlazer einsetzen, mit denen wir Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 70.000 bps über normale Fernsprechleitungen in das Centrum for Wiskunde und Informatik (CWI) in Amsterdam und dem Lebedev-Institut in Moskau erreichten.

Die Institution Deutsches Forschungsnetz, deren Aufgabe die Versorgung der wissenschaftlichen Einrichtungen mit Netzanschlüssen war, verschlief die Zeichen der Zeit ebenso wie die Bundespost und versuchte allen Ernstes, einen eigenen deutschen Standard für die Vernetzung von Rechnersystemen im Alleingang und als Ersatz für die Internet-Protokolle einzuführen. Das führte zur Entstehung von Drittmittelprojekten an den Universitäten wie Xlink in Karlsruhe und DNET in Dortmund, die alsbald eigene, selbst finanzierte Transatlantikleitungen unterhielten. Von Beginn seiner Entstehung an begleiteten wir das DNET, den deutschen Vorläufer des Internet, mit Rat und Tat, Support für die wachsende Anzahl interessierter Teilnehmer sowie einem der ersten Newsfeeds und Email-Knoten, mit dem wir u.a. Firmen wie Siemens mit Verbindungen in das weltweite Netz versorgten. Emails kosteten damals noch 1,50 DM pro Kilobyte, die Telefonrechnung erreichte Summen im oberen vierstelligen Bereich, Spamfilter waren unnötig, die Rechner liefen ausschließlich unter professionellen Betriebssystemen wie VMS, MVS sowie UNIX und die Überwachungsphantasien berufsbedingt paranoider Politiker lagen in noch ferner Zukunft.

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